Viagra und Co.: Was Erektionsmedikamente für die Sexualität bedeuten können

Eine Tablette, eine Erektion, ein gelöstes Problem? So einfach ist es selten.

Viagra ist vermutlich das bekannteste Medikament gegen Erektionsstörungen. Sein Name ist längst Teil der Alltagssprache geworden und steht häufig stellvertretend für eine ganze Gruppe von Erektionsmedikamenten. Der eigentliche Wirkstoff heißt Sildenafil. Daneben gibt es weitere Wirkstoffe wie Tadalafil, Vardenafil und Avanafil, die nach einem ähnlichen Prinzip wirken, sich jedoch unter anderem darin unterscheiden, wie schnell ihre Wirkung einsetzt und wie lange sie anhält.

In meiner sexologischen Praxis erlebe ich immer wieder, wie stark sich das sexuelle Geschehen auf die Frage zuspitzen kann, ob der Penis ausreichend steif wird und die Erektion erhalten bleibt. Das ist verständlich, besonders dann, wenn Erektionsschwierigkeiten wiederholt auftreten und sich Unsicherheit, Scham oder Leistungsdruck entwickeln. Dennoch greift eine rein funktionale Betrachtung oft zu kurz.

Eine Erektion ist nicht dasselbe wie Lust, Begehren, körperliche Erregung oder sexuelles Wohlbefinden. Genau diese Unterscheidung ist für einen differenzierten Umgang mit Viagra und anderen Erektionsmedikamenten wesentlich.

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Warum habe ich keine Lust mehr auf Sex?

Was hinter sexueller Unlust stecken kann

„Früher hatten wir ein erfülltes Sexualleben. Und irgendwann war plötzlich keine Lust mehr auf Sex da.“

Mit diesem Satz beginnen erstaunlich viele Gespräche in meiner sexologischen Praxis. Manche Menschen erzählen schüchtern davon, andere mit spürbarer Frustration. Oft steht dahinter die Sorge, dass mit ihnen oder mit ihrer Beziehung etwas nicht mehr stimmt.

Doch sexuelle Unlust ist kein seltenes oder ungewöhnliches Phänomen. In vielen Beziehungen verändert sich das sexuelle Verlangen im Laufe der Zeit. Lust ist selten ein stabiler Zustand. Sie reagiert empfindlich auf Lebensumstände, Beziehungsklima und innere Prozesse. Gerade deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

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Schöner streiten

Konflikte in der Beziehung gelten oft als schlechtes Zeichen. Viele Paare glauben, Harmonie sei der Beweis für Liebe. Doch Streit gehört zu jeder lebendigen Beziehung. Entscheidend ist nicht, ob Paare streiten, sondern wie sie streiten.

Paare streiten nicht, weil ihnen egal ist, was der andere denkt oder fühlt. Sie streiten, weil es ihnen eben nicht egal ist. Weil sie etwas wollen: Nähe, Verlässlichkeit, Resonanz, gesehen werden. Streit ist kein Zeichen mangelnder Liebe, sondern ein oft unbeholfener Versuch, mit den eigenen Bedürfnissen und Wünschen beim anderen anzukommen.

Und doch verfehlen viele Streits genau das, was sie eigentlich suchen. Statt Nähe entsteht Distanz. Statt Verständnis Eskalation. Zurück bleibt ein Gefühl von Erschöpfung, oder von Einsamkeit mitten in der Beziehung.

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„Himmel über der Wüste“ – Sexuelles Begehren zwischen Sehnsucht, Freiheit und Nähe

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