Konflikte in der Beziehung gelten oft als schlechtes Zeichen. Viele Paare glauben, Harmonie sei der Beweis für Liebe. Doch Streit gehört zu jeder lebendigen Beziehung. Entscheidend ist nicht, ob Paare streiten, sondern wie sie streiten.
Paare streiten nicht, weil ihnen egal ist, was der andere denkt oder fühlt. Sie streiten, weil es ihnen eben nicht egal ist. Weil sie etwas wollen: Nähe, Verlässlichkeit, Resonanz, gesehen werden. Streit ist kein Zeichen mangelnder Liebe, sondern ein oft unbeholfener Versuch, mit den eigenen Bedürfnissen und Wünschen beim anderen anzukommen.
Und doch verfehlen viele Streits genau das, was sie eigentlich suchen. Statt Nähe entsteht Distanz. Statt Verständnis Eskalation. Zurück bleibt ein Gefühl von Erschöpfung, oder von Einsamkeit mitten in der Beziehung.
„Schöner streiten“ weiterlesen
Sie sind in einer schönen, warmherzigen Beziehung mit einem anderen Menschen. Aber das gemeinsame sexuelle Feuer brennt, wenn überhaupt, auf kleinster Flamme? Die erotische Formel von Jack Morin zeigt, warum Lust oft dort entsteht, wo Spannung, Sehnsucht und ein Hauch von Geheimnis vorhanden sind.
„Die erotische Formel“ weiterlesen
Ich frage meine Klienten gerne, wie sie sich ihre Lust als Person oder auch Tier vorstellen würden. Wie erscheint die Lust vor Ihrem inneren Auge, wenn Sie sich Lust als ein Wesen vorstellen? Wie sieht sie aus, welche Kleidung trägt sie oder ist sie ganz nackt? Welchen Namen hat sie? Wie bewegt sie sich durch den Raum? Wo und wie lebt und liebt sie, in welchem ihr eigenen Reich? Wie ist der Klang ihrer Stimme? Wenn Sie mögen, zeichnen oder malen Sie dieses Wesen in ein Pleasurejournal. Oder entwerfen Sie eine Collage aus Magazinbildern und -schnipseln. Und dann lassen Sie sie zu Ihnen sprechen. Was möchte Ihnen Ihr Lustwesen sagen? Lassen Sie sich auf ein intimes Gespräch mit ihm ein.
Verführung… Lassen Sie sich das Wort auf der Zunge zergehen… Wie schmeckt es Ihnen? Werden Sie gerne verführt? Es steckt eine gewisse Amibalenz in der Verführung, da sie oftmals mit Strategie oder Manipulation einhergeht, die auch dunklere Züge tragen kann. Ich denke hier vor allem an die Welt des Konsums oder der Politik. Die Bezauberung in der Verführung hat immer auch eine schattige Seite. Aber im erotischen, privaten Kontext gleicht die Verführung hoffentlich einem kreativen, charmanten und/oder geheimnisvollen Spiel.
Ein Lächeln kann die verführerischste Sache der Welt sein. Blicke, Handbewegungen, Körperformen oder auch nur ein Wort oder Satz.
„Das Spiel der Spiele“ weiterlesen
In Ihrer bisherigen sexuellen Biografie werden Sie eventuell einem Menschen begegnet sein, der Ihnen ein neues Terrain im Sexuellen eröffnet hat. Einem Menschen, der in Ihren Augen eine besondere sexuelle Ausstrahlung hat(te). Oder jemand, bei und mit dem Sie zum ersten Mal etwas Sexuelles erlebt haben, dass Sie in eine neue erotische Sphäre katapultierte? Oder mit dem Sie schlicht eine wesentliche Erkenntnis verbinden, was Ihr Sexualleben betrifft? Oder mit dem Sie eine besondere Fantasie ausleben konnten? Vielleicht handelt es sich bei dieser Person auch um eine imaginäre, aus einem Film oder Buch? Diese Person hat ihre feste Spur in Ihrer erotischen Landschaft hinterlassen, wie ein sexuelles Tattoo ist das, was Sie mit diesem Menschen verbinden, in Ihnen eingeschrieben und bestimmt eventuell noch heute maßgeblich, wie Sie sexuell lieben und begehren.
Ich mag dieses Zitat so gerne, weil es sowohl die Bedeutung von Diversität, als auch des Geheimnisvollen in den Mittelpunkt stellt. Wir tragen alle unsere eigenen Wahrheiten in uns und sollten sie auch noch so sehr sozial geprägt sein. Und dann gibt es da immer etwas, das uns verborgen ist, das wir nicht erkennen können, weil wir dafür nicht auf Empfang gestellt sind, unsere Sinne dafür taub sind und uns quasi die Antennen dafür fehlen. Aber wir können dennoch versuchen, genauer hinzuhorchen und zu schauen, ohne gleich mit unserer eigenen Wahrheit dagegen trumpfen zu wollen. Es ist interessanter und prickelnder, mit anderen Wahrheiten in den Dialog zu treten. Außer, wir ziehen es vor, in unserer Bubble zu verharren. Und wenn da etwas ist, das geheimnisvoll bleibt und wir es nicht durchdringen können, es (ein Stück weit) akzeptieren und vielleicht der Faszination, die damit einhergehen mag, nachgehen. Das gilt in jeder Beziehung – in erotischen und partnerschaftlichen sowieso.
Es ist interessanter und prickelnder, mit anderen Wahrheiten in den Dialog zu treten. Außer, wir ziehen es vor, in unserer Bubble zu verharren.
Welche Bedeutung hat der Orgasmus in Ihrem jetzigen Leben?
Ob Sie schon tausende Orgasmen erlebt haben oder noch keinen einzigen steht nicht im Zentrum dieser Impulsfrage. Sondern, was Sie mit dem Wort verbinden. Für manche Menschen ist mit dem Orgasmus pure Entspannung verbunden, für manche Performancedruck. Die, die noch keinen erlebt haben, sehnen sich nach ihm oder sind zufrieden ohne und erleben in ihrem Leben andere Arten von Orgasmen, die nicht vom Geschlecht ausgehen (durch künstlerische oder soziale Betätigung beispielsweise). Die einen wissen genau, wie sie ihn bekommen können, andere lassen sich von ihm überraschen. Für einige zählt vor allem die Qualität (z.B. Intensität), für andere ist es die Quantität beim Erleben von Orgasmen. Die eine kann ohne Probleme 15 Mal hintereinander kommen, die andere nur einmal im Monat zur Zeit des Eisprungs. Der eine fühlt während des Orgasmus ein inneres Feuerwerk, das sich bis in die Fingerspitzen und zur Stirn ausdehnt, der andere ein wohlig warmes Kribbeln im Unterleib. Die eine kommt nicht ohne ihren Vibrator, die andere nur durch die Zunge ihres Partners. So verschieden unsere Körper und Charaktere sind, so verschieden sind unsere Orgasmen und die Art, wie wir sie herbeiführen und zelebrieren. Es gibt hier kein besser und schlechter. Ja, Sie können lernen, einen Orgasmus zu haben. Und ja, Sie können lernen, ihn zu intensivieren. Hierfür stehe ich gerne jederzeit Rede und Antwort und begleite Sie.
So verschieden unsere Körper und Charaktere sind, so verschieden sind unsere Orgasmen und die Art, wie wir sie zelebrieren. Es gibt hier kein besser und schlechter.